UNSERE EXPERTEN AUS DER FORSCHUNG

Sie sind wissenschaftlich tätig, forschen und arbeiten in der Praxis. Dabei stellen Sie ihr Wissen und ihr Können Familien und der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Ihre hohe Fachkompetenz erwarben die international tätigen Wissenschaftler und Praxisexperten aus unterschiedlichen Disziplinen wie Psychologie, Psychotherapie, Pädagogik, Soziologie, Medizin und Biologie. Ihre Vernetzung, ihr Engagement, ihre Publikationen und Fachbeiträge tragen zur gesunden Entwicklung unserer Kinder und zu mehr Wohlbefinden in der Familie bei – indem sie ihren Fokus auf die Bindungswissenschaft und den daraus zu ziehenden Erkenntnissen gelegt haben. Sie stehen als sachkundige Ansprechpartner für Politik, Medien und Verbände zur Verfügung.

Prof. Matthias Franz

Prof. Dr. med. Matthias Franz

„Das Ende jeder Liebesbeziehung und die Trennung ist für alle Betroffenen ein schmerzliches Ereignis. Nicht selten rührt es an den Kern der eigenen Identität und führt zu heftigsten emotionalen Erschütterungen. Für mitbetroffene Kinder und besonders die Jungen ist die elterliche Trennung mit tiefgreifenden Verunsicherungen und erheblichen Entwicklungsrisiken verbunden. Wenn sie hochstrittig abläuft kommt das im Erleben vieler – besonders noch kleiner – Kinder einem Weltuntergang gleich. Wir brauchen deshalb mehr Sensibilität für das Erleben dieser Kinder.“

zur Person

  • Universitätsprofessor für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (HHU)
  • Stellvertretender Direktor des klinischen Institutes Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (UKD)
  • Facharzt für psychosomatische Medizin
  • Facharzt für Neurologie und Psychiatrie
  • Psychoanalytiker, Lehranalytiker (DPG, DGPT, DAGG)
  • Vorsitzender des Instituts für Seelische Gesundheit und Prävention (ISGP)
  • Vorsitzender der Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf
  • Heigl-Preisträger 2010

Arbeitsschwerpunkte

  • Ursachen und Verlauf psychischer/psychosomatischer Erkrankungen
  • Psychotherapieforschung
  • Entwicklung bindungsorientierter, präventiver Interventionskonzepte PALME/wir2
  • Affektforschung, Alexithymie
  • Entwicklungspsychologische Bedeutung des Vaters
  • Kriegsfolgenforschung
  • Folgen kindlicher Traumatisierungen
  • Affekt-/Emotionsforschung, Alexithymie, Psychotherapieforschung
  • Situation und Bedarfslagen Alleinerziehender und ihrer Kinder

Publikationen (Auswahl)

  • Franz, M., West-Leuer, B. (Hg.) (2008): Bindung – Trauma – Prävention
  • Franz, M., Karger A. (Hg.) (2013): Scheiden tut weh. Elterliche Trennung aus Sicht der Väter und Jungen
  • Franz, M., (2014): wir2 – Bindungstraining für Alleinerziehende
  • Franz, M., (Hg.) (2014): Die Beschneidung von Jungen – Ein trauriges Vermächtnis. (Besprechung im Deutschen Ärzteblatt)
  • M. Franz, T. Gertheinrichs, J. Güttgemannns, D. Rensch: PALME – ein Präventives Elterntraining für alleinerziehende Mütter geleitet von Erzieherinnen und Erziehern, Vandenhoeck und Ruprecht 2009
  • M. Franz, A. Karger (Hrsg.): Neue Männer – muss das sein? Risiken und Perspektiven der heutigen Männerrolle, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2011, ISBN 978-3525404409
  • M. Franz: wir2 Bindungstraining für Alleinerziehende, Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 2014
  • M. Franz, A. Karger (Hrsg.): Angstbeißer, Trauerkloß, Zappelphilipp? Seelische Gesundheit bei Männern und Jungen, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2015
  • M. Franz: Alleinerziehend – Selbstbewusst und Stark, Fischer und Gann, Munderfing 2016
  • M. Franz, A. Karger: Männliche Sexualität und Bindung, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2017
Universitätsklinikum Düsseldorf
Wir2-Bindungstraining
Prof. Ulrich T. Egle

Prof. Dr. med. Ulrich T. Egle

„Psychosoziale Belastungen haben oft langfristige Folgen und machen die Betroffenen im Erwachsenenalter anfälliger für psychische und körperliche Leiden. Eine durch emotionale Vernachlässigung oder Traumatisierung belastete Kindheit erhöht das Risiko, an einer psychischen Störungen wie einer Depression oder einer Angsterkrankung zu erkranken, auf das Doppelte, Essstörungen treten bei den Betroffenen sogar drei- bis fünfmal so häufig auf.“

zur Person

  • Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Spezielle Schmerztherapie
  • Studium der Humanmedizin in Ulm und Marburg/Lahn
  • Facharztausbildung in Haina/Kloster, an der Psychiatrischen Uniklinik Marburg und am Mainzer Universitätsklinikum
  • 1994 Habilitation, 1996 Berufung auf eine Professur mit Schwerpunkt Psychosomatische Schmerzdiagnostik und –therapie am Mainzer Uniklinikum
  • 2003 Ruf auf den Lehrstuhl für Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Köln (abgelehnt)
  • Ärztlicher Direktor der Psychosomatischen Klinik Kinzigtal in Gengenbach
  • seit 2015 Oberarzt in Psychosomatischen Medizin der Klinik Barmelweid
  • 1990 Roemer-Preis des Deutschen Kollegiums für Psychosomatische Medizin (DKPM) , 2006 Walther-Engel-Preis der Akademie für Zahnärztliche Fort- und Weiterbildung Karlsruhe und der Baden-Württ. Zahnärztekammer, 2015 deutscher Heigl-Preis für empirisch und konzeptuelle Arbeiten der Psychotherapieforschung
  • seit 2005 Vorsitzender der Interdisziplinären Gesellschaft für Psychoso-matische Schmerztherapie (IGPS)

Publikationen (Auswahl)

  • Der Schmerzkranke (1993), Sexueller Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung (1997, 3. Aufl. 2005)
  • Spezielle Schmerztherapie (1999), Therapie der somatoformen Schmerzstörung“ (1999), Handbuch Chronischer Schmerz“ (2003)
  • Sexueller Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung – Erkennung, Therapie und Prävention der Folgen früher Stresserfahrungen, Autoren: Egle, Juraschky, Lampe, (4. Auflage Schattauer 2015)
Klinik Barmelweid
Prof. Gordon Neufeld

Prof. Gordon Neufeld

„Kinder taugen nur bedingt als Lehrer ihrer gleichaltrigen Freunde. Kulturelle Werte müssen von Erwachsenen vermittelt werden.“

zur Person

  • Professor für klinische Psychologie
  • Entwicklungspsychologe
  • Gefängnis- und Gerichtspsychologe bei straffälligen Jugendlichen
  • Lehrtätigkeit seit über 20 Jahren an der University of British Columbia, Kanada

Arbeitsschwerpunkte

  • Zusammenhang zwischen Bindung und Aggression

Publikationen(Auswahl)

  • „Hold on to your Kids“ – Bestseller in Nordamerika, 2004:
  • Deutscher Titel: „Unsere Kinder brauchen uns!“, Genius Verlag 2006, DVD, Genius Verlag 2011
  • „Adoleszenz – Vom Ziel der Pubertät oder Wie Kinder erfolgreich erwachsen werden“, DVD, Genius Verlag 2009
  • Buchübersetzungen in 14 Sprachen
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Prof. Tilmann Allert

Prof. Dr. Tilmann Allert

„Die Familie ist eine elementare Form sozialen Lebens und Kommunizierens. Sie fungiert als Bollwerk gegen gesellschaftliche Zumutungen.“

Person

  • Professor für Soziologie und Sozialpsychologie mit dem Schwerpunkt
    Bildungssoziologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in FFM
  • Dozent für Soziologie an der Staatsuniversität Tbilisi/Georgien
  • 1999 Christa-Hoffmann-Riem-Preis für qualitative Sozialforschung

Arbeitsschwerpunkte

  • Habilitation: „Die Familie. Fallstudien zur Unverwüstlichkeit einer Lebensform“
  • „Der deutsche Gruß. Geschichte einer unheilvollen Geste
  • „Der Keimling . Zur Soziologie des Autismus“
  • „Musik als Beruf“

Publikationen (Auswahl)

  • Die Familie. Fallstudien zur Unverwüstlichkeit einer Lebensform. De Gruyter 1998, demnächst neu bei Mohr/Siebeck
  • Latte Macchiato: Soziologie der kleinen Dinge. Fischer-Taschenbuch, 2017
  • Gruß aus der Küche: Soziologie der kleinen Dinge. Fischer-Taschenbuch, 2017
  • Der Mund ist aufgegangen – Zum Geschmack der Kindheit. Zu Klampen, 2016
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Prof. Ralph R. Dawirs

Prof. Dr. rer. nat. Ralph R. Dawirs

„Mit Humor gelingt die Entwicklung unserer Kinder hin zu einer demokratischen und einfühlsamen Grundhaltung.“

zur Person

  • Professor für Neurobiologie
  • Doktor der Naturwissenschaften
  • Entwicklungsneurobiologe
  • Leiter der Forschungsabteilung der Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit am Universitätsklinikum Erlangen
  • Autor

Arbeitsschwerpunkte

  • Experimentelle Psychopathologie
  • Wechselwirkungen zwischen Gehirn, Umwelt und Verhalten
  • Einfluss prä- und postnataler Erfahrungen auf die Gehirn-, Persönlichkeits- und Verhaltensentwicklung

Publikationen (Auswahl)

  • Riskante Jahre. Überlebenswichtige Anmerkungen zur Kindheit, Beltz 2012
  • Die 10 größten Erziehungsirrtümer und wie wir es besser machen können, Beltz 2012
  • Endlich in der Pubertät! Vom Sinn der wilden Jahre, Beltz 2011
  • Hallo, hier spricht mein Gehirn. Eine Entdeckungsreise von der Zeugung bis zum Schulanfang, Beltz 2011
  • Artikel in der Frankfurter Rundschau: Totale Irreführung der Eltern
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Prof. Jay Belsky

Prof. Jay Belsky

„Es wird eine Rolle spielen, ob Sie Lehrer sind und 25 Acht- oder Neunjährige haben, und die Hälfte von ihnen hat viel Zeit in der Kinderbetreuung und manchmal in minderwertiger Kinderbetreuung verbracht; sie werden aggressiver und weniger intellektuell fähig sein.“

zur Person

  • Psychologe

Present and Previous Positions

  • since 2001 Robert M. And Natalie Reid Dorn Endowed Chair Professor, University of California
  • 1999-2012 Present Birkbeck University of London
    • Chair of Psychology
    • Director, Institute for the Study of Children, Families and Social Issues
  • 1978-2001 Pennsylvania State University, Department of Human Development and Family Studies
  • 1977-1978 Research Associate, The Prenatal/Early Infancy Project, Elmira, NY
Dr. Patricia Crittenden

Dr. Patricia Crittenden

zur Person

  • Entwicklungspsychologin
  • Lehrauftrag in der Abteilung für Psychiatrie der Dalhousie Universität in Halifax
  • Gastprofessuren in Helsinki und Bologna, am Clark Institute of Psychiatry (Kanada), der San Diego State University (USA) und der Edith Cowan University (Australien)
  • Mitgründerin der International Association for the Study of Attachment (IASA)

Arbeitsschwerpunkte

  • Pionierarbeiten mit Video-Interaktionstrainings für misshandelnde Mütter in den Siebziger Jahren
  • Entwicklung des Dynamischen Reifungsmodells der Bindung und Anpassung (DMM)
  • 2004 erhielt sie den Career Achievement Award von der European Family Therapy Association
  • 2007 Mitbegründerin der Internationalen Gesellschaft für die Erforschung der Bindung
  • mehr als 100 wissenschaftlich-empirische Arbeiten und etliche Bücher zum Thema Bindung
  • Entwicklung einer siebenstufigen Lebensspannen-Analyse im Bereich Bindung
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Prof. Lane Strathearn

Prof. Lane Strathearn

„Das Stillen kann unter anderem dazu beitragen, sich vor mutterschaftsbedingter Kindesmisshandlung, insbesondere vor Kindesvernachlässigung, zu schützen.“

Quelle: Does Breastfeeding Protect Against Substantiated Child Abuse and Neglect? A 15-Year Cohort Study

zur Person

  • Sozialpädiater am Texas Children’s Hospital, Houston, Texas
  • Juniorprofessor der Pädiatrie, Baylor College of Medicine
  • Studium an der Universität von Queensland, Australien
  • Mitglied der Gesellschaft für Neurowissenschaften

Arbeitsschwerpunkte

  • Mutter-Kind-Bindung und entwicklungsneurologische Störungen (z.B. Autismus)
  • prospektive Studie über Kindervernachlässigung und kognitive Entwicklung bei zu leicht geborenen Kindern
  • Hirnfunktionelle Untersuchung der frühen Eltern-Kind-Interaktionen
  • Forschung über mütterliche Reaktionen auf kindliche Gesichtsausdrücke
  • Bindungsanalyse und Fürsorgeverhalten
  • Bindungsverhalten bei Drogensucht (Kokain)
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Prof. Allan N. Schore

Prof. Allan N. Schore

„Die menschliche Großhirnrinde fügt nach der Geburt etwa 70% ihres endgültigen DNA-Gehalts hinzu und dieses expandierende Gehirn wird direkt von frühen Umweltanreicherungen und sozialen Erfahrungen beeinflusst.“

zur Person

  • klinischer Psychologe, Kinderpsychologe, Psychotherapeut
  • Professor für Psychiatrie und Bioverhaltenswissenschaften, University of California, Los Angeles
  • Mitglied des Center for Culture, Brain and Development

Arbeitsschwerpunkte

  • bildgebende Verfahren zur Neurobiologie von Bindung
  • Auswirkungen früher Traumatisierung auf die Hirnentwicklung
  • Synthese von Bindungstheorie und Neurobiologie – mehrfach ausgezeichnet

Publikationen (Auswahl)

  • Affect Regulation and the Origin of the Self (1999)
  • Affect Dysregulation and Disorders of the Self (2003)
  • Affect Regulation and the Repair of the Self (2003)
  • The Science of the Art of Psychotherapy (2012)
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Experten, deren Wissen bleibt

Prof. Werner Lauff

Prof. Dr. Werner Lauff (†)

zur Person

  • Professor (em.) für Erziehungswissenschaft, Universität Hamburg
  • Vater von 6 Kindern zwischen 48 und 3 Jahren
  • Diplomingenieur für “Materialprüfung und Verfahrenstechnik der Steine und Erden (Keramik, Glas, Bindemittel, Natursteine)“, Bergakademie Clausthal
  • Mitbegründer des „Student für Europa“ und der AG „Begegnung und Sprache“
  • Leiter des Projekts „Erziehungswissenschaftliche Elternbildung – Elternuni im Werden“

Arbeitsschwerpunkte

  • Philosophie der Erziehung – Begriffsbestimmung und Praxisbewusstsein
  • Frühe Erziehung: Zeugung ist erster Erziehungsakt, Mutterleib erster Erziehungsraum
  • Theorie und Praxis der Elternbildung: Aus- und Weiterbildung von Elternpädagogen
  • Erziehung und Ernährung: Erziehung von Körper und Geist – Erziehung vor Heilung
  • Neuronale Entwicklungsförderung: Nachholende Erziehung der primären Gesundheit
  • Beziehungs- und Kommunikationsberatung in und zwischen Familie und Betrieb

Publikationen (Auswahl)

  • Das Elterndiplom oder: Erziehung verstehen (Gütersloher Verlagshaus 2010)